CFD Broker

Broker Jahresgebühr Order DE (Xetra) Order USA Tel. Order Limits Direkthandel Girokonto inkl. Intraday Sortiment Rabatte
AvaTrade gratis keine Gebühren oder Kommissionen, fester Spread keine Gebühren oder Kommissionen, fester Spread gratis gratis ja, gratis nur für Goldkunden (ab 1000 € Einzahlung) nein ja Aktien, Indizes, Rohstoffe, Devisen, Anleihen Einzahlungs-Bonus schon ab 100 €
Consorsbank gratis 4,95 € + 0,25%min. 9,95 € max. 69,00 € 19,95 € + 0,25%min. 24,95 € max. 69,00 € gratis gratis ja nein ja Aktien, Fonds, Anleihen, Zertifikate, OS, CFD, Eurex nein
S-Broker 30 € / gratis ab 1 Trade pro Quartal 4,95 € + 0,25%min. 9,95 € max. 49,95 € 17,95 € + 0,25% + 9,95€ gratis ja nein ja Aktien, Anleihen, Fonds, Zertifikate

OS

10% ab 100 Trades, 80% ab 5.000 Trades
flatex gratis 5,00 € 24,90 € 10,00 € gratis 5,90 € Flat Fee pro Order nein ja Aktien, Fonds, Zertifikate, OS, Forex, CFD nein
LYNX gratis 0,15%, min. 6,00 € $ 4 + $ 0,005 je Aktie n/A gratis nein nein ja Aktien, Fonds, CFD, Eurex Bis 15% bei Termingeschäften ab 1.001 Orders

 

CFD Trading über CFD Broker: Kleiner Einsatz, große Gewinne

Der Handel mit CFD über sog. “CFD Broker” hat in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen: Klassische Online-Broker bieten die „Contracts for Difference“ ebenso an wie spezialisierte Market Maker, die dafür eigene Plattformen ins Leben gerufen haben.

„Contract for Difference“ bedeutet übersetzt „Differenzkontrakt“. Ein Differenzkontrakt ermöglicht es Anlegern, eins zu eins an der Wertentwicklung eines bestimmten Basiswertes zu partizipieren, ohne dabei den vollen Kaufpreis entrichten zu müssen, der bei einem Direktinvestment fällig wäre.

 

CFD beziehen sich auf eine Vielzahl unterschiedlicher Basiswerte: Aktien können ebenso durch die intelligenten Kontrakte nachgebildet werden wie Aktien- und Rentenindizes oder Rohstoffe. Über eine CFD-Position kann in den jeweiligen Basiswerten long oder Short investiert werden: Anleger können an fallenden Kursen deshalb genauso partizipieren wie an steigenden Notierungen.

 

CFD: So funktioniert der Handel

Der Wert des Differenzkontrakts folgt eins zu eins dem Kurs des Basiswertes. Steigt der Kurs des Underlyings um ein Prozent, vollzieht auch der CFD-Kontrakt diese Bewegung nach. Dasselbe gilt für fallende Kurse: Gibt der Basiswert um ein Prozent nach, sinkt auch der Preis des CFD um ein Prozent.

Charakteristisch für den Handel mit CFD ist die Hebelwirkung, die mit dem Einsatz der Produkte einhergeht.   Sie resultiert aus den im Verglich zum Direktinvestment geringeren Eigenkapitaleinsatz. Ein einfaches Beispiel soll die Funktionsweise von CFD und das Prinzip der Hebelwirkung erläutern.

  • Keine Laufzeitbegrenzung
  • Kein Einfluss der impliziten Volatilität
  • Einfache Struktur
  • Breites Spektrum an Basiswerten
  • Hohe Gewinne auch mit kleinen Einsätzen möglich
  • Totalverlust möglich

Eine Aktie XY notiert bei 100 Euro je Aktien. Ein Differenzkontrakt (CFD), der sich auf diese Aktien bezieht, kostet dementsprechend ebenfalls 100 Euro. Der Anleger muss beim Erwerb allerdings nicht den vollen Marktpreis zahlen, sondern nur einen Bruchteil davon als Sicherheitsleistung bei seinem Broker hinterlegen. Die Sicherheitsleistung wird im CFD-Handel auch als „Margin“ bezeichnet.

Verlangt der Broker einen Marginsatz von 10 Prozent, muss der Anleger für den Erwerb eines CFD-Kontrakts auf die Aktie XY 10 Euro Einsatz zahlen. Dieser Betrag wird auf dem Handelskonto gesperrt und steht nicht für andere Zwecke zur Verfügung. Aus dem Marginsatz von 10 Prozent ergibt sich, dass eine Position im Aktien CFD im Gegenwert von 10.000 Euro mit 1.000 Euro Einsatz eröffnet werden kann.

Wird die Position zum Gesamtwert von 10.000 „long“ (d.h. in Erwartung steigender Märkte) eröffnet, partizipiert der Anleger fortan eins zu eins an der Kursentwicklung der Aktie XY. Steigt der Kurs der Aktie um 10 Prozent auf 110 Euro, beläuft sich der Gegenwert der gesamten Position auf 11.000 Euro. Wird die Position nun glattgestellt, realisiert der Trader dementsprechend einen Gewinn in Höhe von 1.000 Euro.

 

Chancen und Risiken der Hebelwirkung

Bezogen auf den tatsächlichen Kapitaleinsatz (1000 Euro)  wurde damit ein Gewinn von 100 Prozent erzielt – das eingesetzte Kapital hat sich verdoppelt, obwohl die Aktie um lediglich 10 Prozent zugelegt hat. Das ist der Hebelwirkung zuzuschreiben, die sich aus dem verminderten Kapitaleinsatz ergibt. Die Hebelwirkung fällt dabei umso größer aus, je geringer der Margin-Satz ist, den der Broker festlegt. Hätte diese im obigen Beispiel lediglich 1 Prozent betragen, wäre zur Eröffnung der Position lediglich 100 Euro Eigenkapital erforderlich gewesen. Der Gewinn wäre bei identischer Kursentwicklung aber nicht geringer ausgefallen, da CFD ihren Basiswert eins zu eins nachbilden. Das eingesetzte Kapital hätte sich im obigen Beispiel deshalb verzehnfacht!

Den immensen Gewinnmöglichkeiten, die der Finanzhebel im CFD-Handel bietet, stehen allerdings auch äquivalente Risiken gegenüber. Ein Hebel mit dem Faktor 10 impliziert, dass bei einem 10prozentigen Kursrückgang im Basiswert das gesamte eingesetzte Kapital verloren ist. Je nach Broker sind auch Verluste nicht auszuschließen, die den Einsatz übersteigen und im schlimmsten Fall zu einer Nachschusspflicht des Anlegers führen.

 

Vorteile des CFD-Handels

Der CFD-Handel eignet sich wegen der beachtlichen Risiken vornehmlich für spekulative Anleger, die durch aktives Trading hohe Gewinne erzielen möchten. Gegenüber anderen Hebelprodukten bieten Differenzkontrakte verschiedene Vorteile, die ganz wesentlich für den Siegeszug der aus Großbritannien stammenden Innovation sind.

CFD sind nicht mit einer bestimmten Laufzeit verbunden: Es handelt sich grundsätzlich um Endlos-Kontrakte. Gegenüber Optionen und Futures sowie vielen Zertifikaten ist dies eine deutlich Vereinfachung, weil zum einen keine Preisbeeinflussung durch die Laufzeitstruktur stattfindet und zum anderen kein ständiger Wechsel in den jeweils nächst fälligen Kontrakt erforderlich ist.

Insbesondere gegenüber den sehr komplizierten Optionen (und Optionsscheinen), die als eines von mehreren Substituten zum CFD zu verstehen sind, bieten Differenzkontrakte eine sehr viel einfacher nachvollziehbare Preisbildung. Der Preis eines CFD wird weder von der Restlaufzeit (die gibt es nicht) noch von der impliziten Volatilität bestimmt.

Die Kosten im CFD-Handel variieren je nach Broker und Basiswert. Für Index- und Rohstoff-CFD werden oft keine Kommissionen in Rechnung gestellt und Anleger müssen lediglich den Spread tragen. Aktien-CFD können nur bei wenigen Brokern kommissionsfrei gehandelt werden.

Anleger müssen aufgrund des Fremdkapitaleinsatzes, den die Hebelwirkung mit sich bringt, allerdings Finanzierungskosten in Kauf nehmen. Diese werden insbesondere bei über Nacht gehaltenen Long-Positionen fällig. Bei Short-Positionen erhalten Anleger je nach Anbieter sogar Finanzierungskosten erstattet.