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  1. #11
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    du verstehst meinen Ansatz nicht, ich spreche nicht von der aktuellen Rechtslage, sondern von den praktischen Möglichkeiten.....Nach dem Gesetz darf ich niemanden beklauen, tun kann ich es aber trotzdem...die Griechen waren bestimmt auch verpflichtet korrekte! Zahlen zum Staatshaushalt nach Brüssel zu liefern...
    Die besprochenen Aktienanlagen und Investmentideen stellen lediglich meine persönliche Meinung zum aktuellen Marktgeschehen dar. Keinesfalls sollten Sie nur aufgrund des hier geschriebenen Postings Wertpapiere kaufen oder verkaufen. Kontaktieren Sie dazu ihren Finanzberater. Desweiteren werden alle Informationen aus vom Autor vertrauenswürdigen Quellen entnommen, dennoch kann es zu Fehlern kommen. So stellen die hier beschriebenen Sachverhalte keinesfalls notwendigerweise richtige Tatsachen dar.

  2. #12
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    Wie sollte das denn funktionieren? Du meinst anscheinend was die EZB macht ist Papier holen, Geld drucken und das wars. Es ist aber unendlich komplizierter, deswegen arbeiten auch tausende Zentralbänker in Frankfurt. Einfach so Geld drucken, das war die Aufgabe der Zentralbank im 18. Jahrhundert, aber nicht mehr heute. Das Geld wird über die Geschäfts-Banken erschaffen, mittels des Leitzinses.

  3. #13
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    also ich hab noch Geldnoten im Portemonaie, du nicht?

    Und was du ansprichst wäre ein weiterer Weg. Die griechischen Banken unter Staatseinfluss könnten einfach Anleihen des Staates kaufen, wenn die griechische Zentralbank diese wiederum als Sicherheit für Kredite an die Geschäftsbanken annähme, kann auch auf diesem Wege (nach europäischem Recht sicher illegal) Geld "geschaffen" werden.

    btw im 18. Jhdt gabs mW noch keine Zentralbanken.
    Die besprochenen Aktienanlagen und Investmentideen stellen lediglich meine persönliche Meinung zum aktuellen Marktgeschehen dar. Keinesfalls sollten Sie nur aufgrund des hier geschriebenen Postings Wertpapiere kaufen oder verkaufen. Kontaktieren Sie dazu ihren Finanzberater. Desweiteren werden alle Informationen aus vom Autor vertrauenswürdigen Quellen entnommen, dennoch kann es zu Fehlern kommen. So stellen die hier beschriebenen Sachverhalte keinesfalls notwendigerweise richtige Tatsachen dar.

  4. #14
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    "also ich hab noch Geldnoten im Portemonaie, du nicht? "

    Und was steht da drauf? Auf jedem Schein ist ein Ländercode der angibt wer den Schein für die EZB kommissarisch begeben hat. Selbst wenn die Zentralbank in Griechenland mehr Euros drucken würde, was würde das Griechenland helfen? Das würde an den Staatsbilanz nicht das geringste ändern. Die anderen EU Staaten würden tatenlos zusehen wie ihr Geld entwertet würde?

    "wenn die griechische Zentralbank diese wiederum als Sicherheit für Kredite an die Geschäftsbanken annähme, kann auch auf diesem Wege (nach europäischem Recht sicher illegal) Geld "geschaffen" werden."

    Es gibt im eigentlichen Sinne keine griechische Zentralbank. Die Zentralbank in Griechenland hat mit der Geldpolitik im wesentlichen nichts zu tun.

  5. #15
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    also zumindest erkennst du die Möglichkeit an, das es praktisch gehen würde. Klar das wäre das totale Chaos, wahrscheinlich würde es zu einer ganz neuen Währung führen, natürlich ohne Girechenland, vielleicht aber wäre das Vertrauen auch so zerstört, das alle zu ihrer eigenen nationalen Währung zurückkehren müssten.
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  6. #16
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    Es gibt verschiedene Szenarien wie sich das ausspielt. Das Griechenland selbständig Euros ist definitiv ausgeschlossen. Sie haben nicht die Möglichkeit, selbst wenn sie den Vertrag brechen würden, die Geldmenge des Euros selbständig zu steuern.

    Selbst wenn sie es tun könnten und würden, würden die anderen Länder einfach die entsprechenden Gegenmaßnahmen treffen und nicht einfach tatenlos zu sehen. Z.B. könnten sie alle Euros aus Griechenland als wertlos deklarieren. Wie gesagt, die Geldmenge wird nicht über die Druckerpresse bestimmt, sondern über die Kredite der Geschäftsbanken. Wenn man das versteht, dann wird man sehen wieso das Szenario der Monetarisierung der Schulden im Falle Griechenlands nicht möglich ist.

    Sie könnten natürlich aus dem Euro austreten und wieder eine eigene Währung einführen. Das wäre für Griechenland mehr als schlecht. Keiner würde in Drachmen Griechenland Geld leihen, genauso wenig wie Island in Kronen.

  7. #17
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    Der indirekte Weg in die Inflation wird wahrscheinlich schon gegangen. Wer sind denn die fabulösen Privatanleger, die die griechischen Anleihen gekauft haben? Mit hoher Wahrscheinlich doch nur Geschäftsbanken, die sich das Geld dafür zum Niedrigzinssatz von der EZB geliehen haben. Die zugehörigen CDS werden von den griechischen Banken verkauft. Sicheres Geld für die Geschäftsbanken und noch mehr Kosten für die Griechen. Spätestens wenn die griechischen Banken den Löffel abgeben und die europäischen Steuerzahler die Garantien für die CDS übernehmen müssen wird es richtig teuer. Dass das System, wie jedes Ponzi-Schema, irgendwann zusammenbricht ist absehbar. Und wie in jedem Ponzi-Schema sind die Letzteinzahler die Verlustträger, in diesem Fall also die Steuerzahler der europäischen Kernländer. Die sind aber an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Bleibt also nur die Inflation.

    Man fragt sich echt, was in der Volkswirtschaftslehre an den Unis heutzutage so gelehrt wird. Erst ein massives Ponzi-Schema aufbauen und dann noch glauben, dass könne man durch weitere Mittelzuflüße aufrechterhalten. Hyman Minsky sollte zur Pflichtlektüre für jeden VWLer werden.

    Wikipedia
    In Minskys Krisentheorie, die auch Charles P. Kindleberger beeinflusste, betreiben die Investoren zu Beginn eines Zyklus zunächst eine abgesicherte Finanzierung; die Einnahmen, die den Investitionen folgen, reichen aus, um die Kredite zurückzuzahlen. Erweist sich das Wirtschaftswachstum als stabil, erscheint eine spekulative Finanzierung rentabel. Die Einnahmen reichen jetzt nur noch aus, um die Zinsen der aufgenommenen Kredite zu bedienen; die Kredite selbst dagegen werden durch neu aufgenommene Kredite ersetzt. Schließlich gehen die Investoren zu einem Schneeballsystem über, einem „Ponzi scheme“ (benannt nach Charles Ponzi). Nun werden sogar zur Finanzierung der Zinslast Kredite aufgenommen, da die Investoren immer noch darauf vertrauen, dass ganz zum Schluss die Einnahmen aus der Investition ausreichen, um allen aufgelaufenen Verpflichtungen genügen zu können. Insgesamt wird die Wirtschaft immer labiler, bis es zu einem Platzen der Spekulationsblase und dem Ausbruch einer Finanzkrise kommt.

    Minskys Thesen stehen im Widerspruch zur klassischen bzw. neoklassischen Lehre, nach der die Märkte von selbst zu einem Gleichgewicht tendieren.
    Geändert von Chris (09.03.2010 um 13:21 Uhr)

  8. #18
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    Deutsche Banken halten merhere Milliarden der Anleihen. Hypo Real Estate ($13 milliarden), Commerzbank ($7 milliarden), LBBW ($4 milliarden), Bayerische Landesbank ($2.2 milliarden).

    Ich denke es gibt viele Fehler im System. Das Hauptmerkmal ist die dezentrale Organisation, weswegen ich nicht von Ponzi System aufbauen sprechen würde. Es gibt viele Fehler, aber kaum Lösungen. Man könnte Naked-CDS verbieten, das wäre ein Anfang. Das fordert Griechenlands Präsident nach Zeitungsmeldungen von heute. Das Grundproblem der reflexiven Beziehung von schlechter Schuldner => höhere Zinslast => schlechter Schuldner wird das nicht lösen können.

    Ich habe mir vor einigen Monaten den Minsky gekauft. Bin aber nicht weit gekommen, da es sehr akademisch ist. Ich glaube er hat auch nicht wirklich viel verwertbare Vorschläge gemacht. Das ist das Problem der Kapitalismuskritik allgemein. Wenn man den Spekulanten das Spekulieren verbieten will, muss man den ganzen Finanzmarkt schließen.

    Die Schulden zu inflationieren ist wie gesagt ein typisches Mittel das in diesem Fall nicht zur Verfügung steht. Momentan ist der Geldmengenmulitplikatior sehr niedrig, weswegen es kaum Inflation im Euro-Raum gibt.
    Geändert von nofuture (09.03.2010 um 14:50 Uhr)

  9. #19
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    Zitat Zitat von nofuture Beitrag anzeigen
    Man könnte Naked-CDS verbieten, das wäre ein Anfang.
    Es war schon immer einfacher, den Nachrichtenüberbringer zu bestrafen als den Verursacher. Das Verbieten von Naked-CDS verlängert nur das Elend, ändert aber nichts am Problem. Die einzige Lösung wäre, sämtliche impliziten und expliziten Staatsgarantien zu entziehen. Man muss sich das mal vorstellen: Ein Teil der CDS als Versicherung gegen den Zahlungsausfall des griechischen Staates werden von der griechischen Nationalbank verkauft. Die Nationalbank ist sehr wahrscheinlich auch zahlungsunfähig, wenn der griechische Staat zahlungsunfähig ist. Und dann kommen die Banken mit den wertlosen Krediten und wertlosen CDS an und heulen rum "das war alles so kompliziert, haben wir garnicht verstanden, wir brauchen noch ein paar Milliarden Steuergelder". Aber für die nächsten Monate haben sie erstmal ihre Boni-Zahlungen gesichert. Ziemlich erbärmlich.
    Geändert von Chris (09.03.2010 um 15:17 Uhr)

  10. #20
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    Chris ich kann dir da nur voll und ganz zustimmen. Erbärmlich. Und erbärmlich auch, wie sich unsere Vertreter, die Politiker, so immer wieder und nach gleichem Schema reinlegen lassen!
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